FuG meets SMCFFM in der Deutschen Nationalbibliothek – Die Nachlese

Es ist nun schon ein paar Tage her, das heisst aber nicht, dass der Event nicht spannend war.

Am 23. August trafen wir uns mit gut 30 Gleichgesinnten zu einem „Social Media Walk“ in der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt. Eine spannende Tour durch 170 km Bücherregale verteilt auf 47.000 qm und das mitten in Frankfurt.

Ein Event mal ganz anderer Natur und es ging diesmal auch nicht ausschliesslich um die Fotografie. Auch wenn sie dann am Ende, neben den vielen tollen Menschen, doch ein nicht ganz unwesentlicher Bestandteil des Abends war.

Was is’n der #SMCFFM überhaupt?

Der „So­ci­al Media Club Frankfurt“ (#SMCFFM) organisiert regelmässige Tref­fen für So­ci­al-Media-In­ter­es­sier­te und die, die es mal werden wollen. Ziel ist dieser Treffen ist es, Menschen in einer ganz ungewöhnlichen und oftmals nicht immer für jedermann öffentlich zugänglichen Lokalität zusammenzubringen.

Im Vordergrund steht hierbei der Austausch untereinander, aber auch oftmals historisches Wissen der besonderen Örtlichkeiten einzuflössen. Ein wenig wie der Fotos & Geschwätz Stammtisch im PixelPubb – nur eben ganz anders. 🙂

Wissen ist Macht!

Diesmal ging es mit dem SMCFFM in die Deutsche Nationalbibliothek. Eine Einrichtung, die ich während meines Studiums teilweise bis zu 24h von innen betrachten konnte. Schon damals hat mich der Geruch und das zu Papier gebrachte Wissen fasziniert. Nach meinem Studium hatte ich allerdings schon ganz schön die Schnauze voll und wollte nicht mehr so schnell die heiligen Hallen der Bücher betreten. Aber man kann ja gute Vorsätze auch wieder brechen. Ist halt ein wenig so, wie mit dem Rauchen.

Gleich geht’s los!

Wir trafen uns also gegen 18 Uhr im Foyer der Bibliothek. Auf den ersten Blick viele neue Gesichter und auf den zweiten Blick dann doch viele alte Bekannte.

Ah der Paul, dahinten der Frank (war ja klar) und fast zu spät kommen dann noch der Alex und die Sabine angerannt.“

Zum Start gab es das von Paul – unter Einsatz seiner Gesundheit – geschossene obligatorische Gruppenfoto auf der Haupttreppe.Im Anschluss wurden wir persönlich von unseren Gastgebern, der Direktorin Ute Schwens, dem Pressesprecher Stephan Jockel, der Leiterin des Deutschen Exilarchivs Frau Dr. Sylvia Asmus und Dr. Jesko Bender vom Deutschen Exilarchiv begrüßt. Es folgte dann eine kurze Einführung in den Ablauf der Veranstaltung.

Zum Start ging es dann in zwei Gruppen durch das Haus. Eine Gruppe startete die allgemeine Führung zur Geschichte der Deutschen Nationalbibliothek und Architektur des Hauses mit Ellen Kippler und die zweite Gruppe stöberte unter der Leitung von Silvia Asmus und Jesko Bender  durch das Deutsche Exilarchiv (kuenste-im-exil.de).

Fakten, Fakten, Fakten

Hier kurz zusammengefasst, die spannenden Hardfacts, die über 2h verteilt auf sehr kurzweilige und charmante Art vermittelt wurden.

1912 wurde die Deutsche Bücherei in Leipzig gegründet und erhielt ab 1913 den sogenannten Sammelauftrag. Nach dem 2. Weltkrieg mit der Teilung von Deutschland konnte die Bücherei in Leipzig nicht mehr als die Zentrale dienen, so dass 1946 in Frankfurt die Deutsche Bibliothek gegründet wurde. Die Deutsche Nationalbibliothek Frankfurt befand sich bis vor 20 Jahren in der Zeppelinallee.

Bereits in den 70er Jahren musste allerdings aufgrund fehlender Kapazitäten, einige Teile der Bibliothek ausgelagert werden. 1992 begann man mit dem Neubau, der 1997 eingeweiht wurde.

Auf insgesamt 47.000 qm Gebäudefläche und 30.000 qm, teilweise unterirdischer, Archivfläche verteilen sich aktuell 170 km Bücherregalen – EINHUNDERTSIEBZIG KILOMETER!Täglich kommen ca. 2.000 Publikationen (und 5.000 Online-Neuzugänge) hinzu, was einer Regallänge von ca. 3 km pro Jahr entspricht. Hochgerechnet reicht der Platz für eine Archivierung bis ca. 2032 aus. Sind die Kapazitäten erschöpft, gibt es die Option auf das Gelände der gegenüber der Nationalbibliothek liegenden Tankstelle. Ab dann heisst es TANK & READ.

Gute 2h Stunden wurden wir durch das komplette Gebäude, alle Flure, Hinterzimmer und Tiefen unter Tage in verborgene Magazine der Bibliothek gejagt.

Auch 20 Jahre nach der Eröffnung, wirkt das Gebäude durch den Einsatz von viel Sichtbeton, Glas und Ahornholz sehr modern, wenn nicht sogar zeitlos. Im Prinzip kann man an jeder Ecke seine Kamera zücken und ein einzigartiges Foto machen.

Der Showdown. Die Walker auf dem heissen Blechdach.

Frank Wolf

Zum Abschluss des gelungen Abends trafen wir uns noch einmal rechtzeitig zur „Blau­en Stun­de“ zu einem besonderen Highlight auf der Dach­ter­ras­se des Biblio­theks­ge­bäu­des. Der beeindruckende Abend endete mit vielen tollen Gesprächen und einem Blick auf die hell er­leuch­te­te Sky­li­ne von Frankfurt – unvergesslich!

Credits

Einen ganz grossen Dank muss man definitiv an Katja (Twitter, Instagram) und Paul (Twitter, Instagram) vom SMCFFM aussprechen, sowie dem gesamten Team der Deut­schen Na­tio­nal­bi­blio­thek, die die­ses einmalige Erlebnis er­mög­licht haben.

Machen, machen, machen!

Ich kann nur empfehlen ein Auge auf die zukünfitgen Events vom #SMCFFM zu werfen und einmal teilzunehmen. Das war ein einmaliges Erlebnis!

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